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Stadtmuseum Zweibrücken


Herzogstrasse 8
66482 Zweibrücken
Tel.: 06332 871 380
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Öffnungszeiten:

Mi-So 14.00-18.00 Uhr
Di 10.00-18.00 Uhr

Prisme

26.08.2011 - 09.10.2011
Der Freundeskreis des Goethe-Institutes Nancy ADECA versteht sich als ein Teil des WEIMARER DREIECKS, der seit langem bestehenden Drei-Länder-Einrichtung, die Polen, Deutschland und Frankreich auf kultureller Ebene zusammenfügt. Deshalb organisiert ADECA regelmäßig Konzerte, Literaturtreffen und Ausstellungen mit dem Ziel, kulturelle Aspekte der Partnerländer den jeweils anderen Ländern und ihren Menschen nahe zu bringen. Vor diesem Hintergrund entstand die Wanderausstellung "Prisme", die seit Mai 2009 durch Europa reist. Stationen waren bisher Nancy (F), Karlsruhe (D), Epinal (F), Verdun (F) und Lublin (P). Nun wird die Ausstellung in Zweibrücken gezeigt, das als Exilort von Stanislaus Leszczynski (1677-1766), König von Polen und Herzog von Lothringen, prädestiniert dafür ist, die kulturellen Beziehungen innerhalb des Weimarer Dreiecks zu pflegen. Mit "Prisme" sollen drei große Maler aus dem Weimarer Dreieck vorgestellt werden, die bisher eher in ihrem Land bekannt sind. Wer kennt schon Emile Friant (Nancy/F), außer wenn er in Lotringen wohnt, wer kennt Heinrich Vogeler, den Gründer des Künstlerdorfes Worpswede in Norddeutschland in der Nähe von Bremen, wo so bekannte Künstler wie Rainer Maria Rilke, seine Frau die Bildhauerin Clara Rilke-Westhoff und vor allem die wunderbare Paula Moderson-Becker zusammen gelebt haben? Und vor allem: Wer kennt Stanisłas Wyspianski, den großen Maler, Dramaturgen und Poeten, der Anfang des letzten Jahrhunderts sein Zeitalter mitgeformt hat und der in Krakau überall seine Spuren hinterlassen hat, aber wer über Krakau und Polen hinaus hat von ihm gehört? In dieser Ausstellung - mehr als 100 Jahre später - begegnen und entdecken sie sich gegenseitig. Aber sie sprechen auch miteinander: Rainer Maria Rilke hat mit seinen Gedichten Heinrich Vogeler inspiriert. Philippe Claudel, ein zeitgenössischer lothringischer Schriftsteller und Poet, hat in seinem Buch "Au revoir, Monsieur Friant - Auf Wiedersehen, Herr Friant" wunderbare Texte zu Bildern von Emile Friant geschrieben. Stanisłas Wyspianski ist nicht nur Maler, sondern auch Poet, der seine Gedichte sogar auf Französisch schrieb.

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